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04.12.2019
Nominierungsversammlung für die Kommunalwahlen 2020

Zeitungsbericht von Gerlinde Fink / Donaupost

Bürgermeister Herrmann kandidiert für 2. Amtszeit

12 Kandidaten der Freien Wählerschaft vorgestellt und nominiert

Altenthann. (gf) Mit insgesamt 12 Kandidaten ziehen die Freien Wähler des Ortsverbandes Altenthann in die Kommunalwahlen 2020, um sich für das Amt des Gemeinderates zu bewerben. Die Kandidatenliste der Freien Wähler wurde ebenso wie die Kandidatur von Harald Herrmann für eine zweite Amtsperiode bei der Nominierungsversammlung am Montag bestätigt.

29 Wahlberechtigte der Freien Wähler Altenthann fanden sich zur Nominierungsversammlung im Gasthaus König in Bruckhaus ein, um ihre Kandidaten für die Kommunalwahl am 15. März 2020 zu nominieren. Durch die Versammlung führte der Justitiar Reinhard Brey und als weitere Helfer beim Wahlausschuss waren Karl Obermeier und Josef Haimerl tätig. Nachdem alle rechtlichen Vorgaben erfüllt waren schlug Reinhard Brandl auch gleich den amtierenden Bürgermeister Harald Herrmann erneut als Bürgermeisterkandidat vor. „Unser Bürgermeister hat eine wirklich erfolgreiche Amtsperiode absolviert“, so Brandl und lobte ihn als guten „Netzwerker“. Herrmann bedankte sich für das erneute Vertrauen und betonte, dass fünfeinhalb spannende und auch ereignisreiche Jahre hinter ihm lägen.

„Ich will nicht Bürgermeister werden, sondern ich will es bleiben“, bekräftigte er bei seiner Vorstellung. „Wir haben unsere Wahlversprechen ausnahmslos umgesetzt und eingehalten“ wie er weiter ausführte und wie jeder im damaligen Wahlflyer nachlesen könne. Dazu war gleich zu Beginn auch eine sehr unpopuläre Entscheidung zur Steuererhöhung nötig, erinnerte Herrmann. Aber die Haushaltskonsolidierung war dringend notwendig und für die ganze weitere Entwicklung der Gemeinde Voraussetzung. Sie wurde übrigens fraktionsübergreifend beschlossen, so Herrmann. Die Mehreinnahmen daraus flossen ausnahmslos in die Schuldentilgung und so konnte der Schuldenstand von 1,5 Millionen auf unter 700.000 Euro geschraubt werden. Ohne die Konsolidierung wäre weder die Bürgschaft für den Sportverein noch der Gerätehausbau der Feuerwehr oder andere Vereinsförderungen möglich gewesen. Hierzu betonte Herrmann, dass eine Förderung oder Unterstützung der Institutionen und Vereine für ihn kein Wahlversprechen seien, sondern eine Selbstverständlichkeit.

Ausgetauscht wurden Stück für Stück auch die „Schrottautos“ im Bauhof, deren Reparaturkosten sich von 30.000 Euro auf aktuell 3.500 Euro reduzierten. Das 14-tägige Bürgerbüro sei ein großer Erfolg und würde gut angenommen. Der 1. Schritt des Breitbandausbaus konnte abgeschlossen werden und der Glasfaserausbau im 2. Schritt steht kurz bevor. Trotz der 80 %igen Förderung ist der Eigenanteil der insgesamt 3 Millionen teuren Maßnahme ein großer Kraftakt. Auch Wegebaumaßnahmen wurden auf den Weg gebracht und die interkommunale Zusammenarbeit in der ILE bringe nicht nur 10 % Sonderbonus, sondern funktioniere bestens. Ein neues Baugebiet wurde geschaffen und die Investition in das Graml-Areal würde in Kürze mit Städtebaufördermitteln zurück fließen. Das Konzept für die „Kulturachse Ost“ wird am 10. Dezember vorgestellt.

Wichtig für die Gemeinden sind die mittelständischen Unternehmen und Landwirte, die eine verlässliche Politik benötigen. „Bei uns ist diese gewiss!“ Den Kampf gegen die Stromtrasse, die er nur als unsinnig und als Milliardenverschwendung sehe, dürfe man nicht aufgeben. „Vielleicht können wir den Wahnsinn stoppen und vielleicht wacht die Bevölkerung endlich auf, sich vehementer dagegen zu stellen!“ In diesem Zusammenhang dankte er Hans Obermeier, der sich stets in der Bürgerinitiative einbringe. „Ich habe mich gut eingearbeitet und möchte noch viel anpacken“, empfahl er sich abschließend. „Ich habe noch nicht fertig!“ Bei der anschließenden Blockwahl wurde Harald Herrmann einstimmig gewählt.

Mit Stolz präsentierte man anschließend die 12 Kandidaten, die sich allesamt ehrenamtlich engagieren. Die Liste führt Harald Herrmann an, gefolgt von Anita Sauerer (62 Jahre), verheiratet, 2 Kinder, 2 Enkel, die nicht nur seit 30 Jahren im Gemeinderat sitzt, sondern sich auch bei der Feuerwehr, dem OGV, dem Frauenbund, der DJK sowie in der Pfarrei engagiert. Johann Obermeier (57 Jahre), verheiratet, 2 Kinder, 1 Enkel, ist seit 24 Jahren im Gemeinderat und seit 6 Jahren stellvertretender Bürgermeister. Er wolle gerne die Arbeit an der Seite von Harald Herrmann fortsetzen. Ebenfalls seit der letzten Amtsperiode ist Karl Schleich (50 Jahre), ledig, Vorstand der Jagdgenossen und Schriftführer der Feuerwehr Mitglied des Gemeinderates. Die interessante und spannende Arbeit wolle auch er gerne fortsetzen, ebenso wie Christian Staufer (45 Jahre), verheiratet, 1 Kind und ebenfalls seit der letzten Wahl im Gemeinderat vertreten. Er übe das Amt des Jugendbeauftragten aus und ist Kassier beim KRV und der Freien Wähler.

Neu für einen Sitz im Gemeinderat bewirbt sich Stephanie Meier, verheiratet, 1 Kind, die die Mittagsbetreuung an der Grundschule betreut und auch im Jugendtreff mithilft. Josef Herrmann (25 Jahre), ledig, ist 2. Vorsitzender der Feuerwehr Lichtenwald und will noch etwas bewegen wie auch Verena Haimerl (28 Jahre), ledig, 1. Jugendwart der Feuerwehr. Thomas Graf (46 Jahre), verheiratet, 2 Kinder, ist 2. Vorsitzender der Oldtimerfreunde und bei den Böllerschützen und der Feuerwehr Pfaffenfang engagiert und möchte sich in die Gemeindearbeit einbringen wie auch Christian Pinzinger (34 Jahre), verheiratet, 1 Kind, 2. Vorstand der Feuerwehr Altenthann. Schließlich bewirbt sich auch Tina Staufer (41 Jahre), verheiratet, 1 Kind, im Pfarrgemeinderat, Elterninstitutionen und im Sportverein aktiv, für einen Platz im Gemeinderat wie auch Reinhard Brandl (56 Jahre), verheiratet, 2 Kinder, der sich als stellv. Betriebsratsvorsitzender der REWAG gerne auch in der Gemeinde und für die nicht in Vereinen organisierten Bürgerinnen und Bürger einsetzen wolle. Als Ersatzkandidat wurde Willibald Nichtl (59 Jahre), verheiratet, 1 Kind, 1 Enkel, Vorsitzender des KRV Altenthann nominiert.

Den Kandidaten sprach Herrmann schon jetzt seinen Dank für ihre Bereitschaft aus, insbesondere den vier Damen. „Vier Frauen, das gab es noch nie in Altenthann!“ Seinen Dank zollte er den beiden scheidenden Gemeinderäten Alfons Graml und Herbert Ströbl, die aus freien Stücken nicht mehr kandidierten. Auch die 12 Kandidaten, mit denen der Ortsverband ins Rennen geht, wurden einstimmig nominiert. Jeder der Kandidaten ist doppelt gelistet, so dass man alle 24 Listenplätze füllen konnte. Für beide Wahlvorschläge wurde Karl Obermeier als Wahlbeauftragter und Lisa Herrmann als Stellvertreterin gewählt. Mit der Freude über ein solch starkes und ausgewogenes Team verwies man auch gleich auf die geplanten Wahlveranstaltungen. Diese sind am 24. Januar, 2. und 16. Februar 2020. Die Örtlichkeiten werden noch festgelegt.

 

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